Beinwell - Symphytium officinale


Beinwell - Symphytium officinale

Artikel-Nr.: HK10019

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Beschreibung Beinwell

 

In Österreich auch Wallwurz genannt, wird mit beiden Begriffen - Beinwell und Wallwurz - ausgedrückt, wozu diese Pflanze verwendet wurde. Das altdeutsche ?Bein? für Knochen und ?wallen? für zusammenwachsen beschreibt genau die Anwendungsgebiete dieser Pflanze. Ein
uraltes Heilmittel bei Knochenbrüchen und Verstauchungen.

 

Verwendung

 

Beinwell enthält den Wirkstoff Allantoin, der zellbildend wirkt. Früher wurde bei Knochenbrüchen ein Brei aus Beinwell auf die betroffene Stelle gestrichen und mit Binden abgebunden. Die größte Wirkstoffansammlung ist in der Wurzel zu finden, bei leichten Verletzungen genügen jedoch auch die frischen Blätter. Interessant ist, dass wenn  Allantoin rein chemisch hergestellt wird,  es keine anregende Wirkung auf die Wundheilung hat und es auch eitrigen Wunden nicht bei der Heilung hilft. Das im Beinwell reich vorhandene pflanzliche Allantoin hilft aber erwiesenermaßen wohl. In der Volksheilkunde wird er überall angewandt, wo Schäden im Bereich der Knochen, Gelenke und Muskeln vorliegen. Weitere Anwendungsgebiete sind rheumatische Muskelverdickungen, Narbenschmerzen, Gichtknoten und Geschwülste. Hierzu verwendet man Breiumschläge.

Früher wurde Beinwell auch innerlich angewandt, z.B. bei Diabetes. Davon raten wir jedoch ab, da Beinwell Giftstoffe enthält, die bei Überdosierung unangenehme Nebenwirkungen haben.

 

Standort und Pflege

 

Beinwell mag feuchte, gerne schattige Standorte und wächst gerne unter Bäumen. Die wunderhübschen lila Blüten sind außerdem sehr dekorativ. Er ist ein Starkzehrerund guter Stickstofflieferant, benötigt im Gegenzug jedoch auch nährstoffreiche Böden mit guter Drainage. Beinwell wächst wild in ganz Europa, ist aber auch in Asien und Sibirien zu finden.


Eine sehr hübsche Variante des europäischen Beinwells ist der kaukasische Beinwell mit weiß-hellblauen Blüten und etwas kleineren Blättern.

 

Einsatzbeispiele von Beinwell in der Volksheilkunde

 

  • Knochenbrüche
  • Zerrungen
  • Verrenkungen
  • Knochenmarkentzündungen
  • Verstauchungen
  • Früher:
  • Ruhr
  • Durchfall,
  • Diabetes
  • Magenblutungen
  • Rippfellentzündungen

 

Inhaltstoffe


Allantoin

 

Anwendungsbeispiele aus der Volksheilkunde

 

Beinwell-Öl zum Einreiben


25 g getrocknete Beinwell-Wurzeln in ein Schraubglas geben und mit 250 ml Olivenöl übergießen.
4 Wochen an einem hellen Ort stehen lassen, täglich ein paar Mal schütteln und nach 4 Wochen
abseihen. Für eine längere Haltbarkeit ein paar Tropfen Vitamin E aus der Apotheke hinzufügen. In einer dunklen Flasche aufbewahren.

 

Breiumschläge


Die frische Wurzel gründlich mit einer Bürste reinigen, in kleine Stücke schneiden und im Mörser zu einer Paste verreiben. Auf ein Baumwolltuch streichen und auf die betroffene Stelle legen.

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